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Benediktinerstift St. Lambrecht

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    Mönch sein von A - Z

    DAS GEBET

    Die Mönche des Klosters treffen sich zu bestimmten Stunden zum gemeinsamen Gebet der Psalmen. Darüber hinaus nimmt sich jeder einzelne Mönch Zeit für das kontemplative Gebet.
    Im gemeinsamen und im persönlichen Beten sucht der Mönch die Begegnung mit Gott. Das ganze Leben in all seinen Bereichen soll von der Erfahrung der Gegenwart Gottes durchdrungen und erfüllt sein. Besonderen Ausdruck erhält das Gotteslob in der festlichen Feier der Liturgie.

    Zu diesen Zeiten treffen sich die Mönche zum Chorgebet:
    06.00 Uhr: Vigil und Laudes (Morgengebet)
    12.00 Uhr: Mittagshore
    18.00 Uhr: Vesper (Abendgebet) und Messe
    19.50 Uhr: Komplet (Nachtgebet)

    DER GOTTESDIENST

    Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden - so lautet ein Grundprinzip für das Mönchsein.

    DAS LESEN

    Der Heilige Benedikt legt in seiner Regel großen Wert darauf, dass den Mönchen genügend Zeit für die „heilige Lesung“ (lectio divina) bleibt. Im Winter sieht er täglich zumindest eine Stunde dafür vor, ansonsten zwei. Vom einfachen Lesen der Heiligen Schrift führt der Weg über die Meditation zum Gebet als Antwort auf das Wort Gottes. Zusätzlich zur Bibel bilden theologische und spirituelle Literatur den Inhalt der geistlichen Lesung.

    DAS KLOSTER UND DIE WELT

    Trotz aller Zurückgezogenheit stehen Klöster seit jeher in Beziehung zu den Institutionen und den Menschen ihrer Umgebung.
    Heute besteht dieser Kontakt in erster Linie im Bereich der Seelsorge, in der Verwaltung des Klosters und seiner Wirtschaftsbetriebe sowie in der Aufnahme und Betreuung von Gästen.

    Klöster wie jenes in St. Lambrecht sind Orte der Begegnung. Hier werden, der Tradition entsprechend, Sakramente gespendet, von hier geht die Seelsorge der Region aus.

    Das Kloster St. Lambrecht ist aber auch kultureller Mittelpunkt. Konzerte in der Stiftskirche und in den Prunksälen, die Künstlerbegegnung „LambeArt“ und die Öffnung der Museen sind wesentliche Bestandteile.

    Mit der „Schule des Daseins“ etabliert sich seit 2006 ein Seminarzentrum, das auf drei Säulen fußt: die geistliche Schule, die kreative Schule und die Managementschule. Dazu kommt die verstärkte Vermarktung von stiftischen Spezialitäten im Klosterladen in der Klosterpforte.

    DAS LEBEN IN GEMEINSCHAFT

    Mönche leben in friedvoller Gemeinschaft nach dem Vorbild der Apostel mit Christus und nach dem Muster des Zusammenlebens der ersten Christengemeinden. Es ist eine ständige Aufgabe der klösterlichen Gemeinschaft, miteinander, füreinander und aneinander zu wachsen und so Zeugnis für die „Frohbotschaft des Herrn“ zu geben.

    DIE PROFESS

    Nach dem Noviziat, so nennt sich das Jahr der Erprobung eines angehenden Mönches, verspricht dieser zuerst in der zeitlichen Profess, für drei Jahre, darauf in der ewigen Profess Beständigkeit in der Gemeinschaft, Gehorsam und klösterliche Lebensführung. Darin sind die „evangelischen Räte“ der Armut und Ehelosigkeit eingeschlossen.
    Mit der Profess gibt der Mönch seine persönliche Antwort auf die Berufung durch Gott, die in Taufe und Firmung grundgelegt ist.

    DAS KAPITEL

    Zum Kapitel eines Klosters gehören alle Mönche mit ewiger Profess. Alle wichtigen Entscheidungen des Klosters werden von Abt und Kapitel gemeinsam getroffen. Eine der wichtigsten Aufgaben des Kapitels ist die Wahl des Abtes.
    Der Seniorenrat besteht aus Mitgliedern des Kapitels und berät den Abt in personellen und spirituellen Belangen, der Wirtschaftsrat unterstützt den Abt in wirtschaftlichen Angelegenheiten.

    DER ABT

    Jedes selbstständige Benediktinerkloster steht unter der Leitung eines Abtes, dem „Vater“ des Klosters. Der Abt wird vom Kapitel auf 12 Jahre oder auf Lebenszeit - bis zum 70. Lebensjahr - gewählt. Als „Vater“ hat er die Aufgabe übernommen, Menschen zu führen und der Eigenart vieler zu dienen.

    Der Abt trifft seine Entscheidungen mit dem Rat, beziehungsweise der Zustimmung aller Mönche mit ewiger Profess. Trotz dieser Zustimmung trägt er in allen Belangen des Klosters die Letztverantwortung.

    DIE KLAUSUR

    Die Klausur ist jener Teil des Klostergebäudes, in dem sich die Zimmer der Mönche und verschiedene Gemeinschaftsräume befinden. Diese Räumlichkeiten sind von einer Atmosphäre der Ruhe und Sammlung geprägt.

    Ursprünglich war das ganze Kloster ein abgeschlossener Bereich, ein „claustrum“, welchen die Mönche nur selten verließen und in den kaum jemand hineinkam.

    DIE KLEIDUNG

    Die Ordenskleidung der Benediktiner, der „Habit“ - ein schwarzes Kleid mit weißem Kragen - ist das Zeichen der Hingabe des ganzen Menschen an Gott. Der äußere Habitus soll dabei die innere Haltung zum Ausdruck bringen und auch fördern. In einer Umgebung, in der der Sinn des Ordenskleides nicht verstanden wird, wenn Arbeit oder Erholung unnötig behindert werden, trägt ein Mönch den Habit nicht.

    Zu feierlichen Gottesdiensten tragen Mönche mit ewiger Profess die Kukulle. Es ist dies ein Überwurf mit Kapuze und wesentlicher Teil der liturgischen Bekleidung.

           

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