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Benediktinerstift St. Lambrecht

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    Gedenkfeier 1938 - 2008

    ... sich dem Vergessen widersetzen ...

    Ein Kloster gedenkt ...

    Ziemlich genau sechzig Jahre ist es her, dass nach drei Hausdurchsuchungen durch SA und SS die Benediktinermönche von St. Lambrecht im Frühjahr 1938 ihr Kloster verlassen mussten. Mit 7. Mai 1938 übernahm die SS offiziell die Verwaltung des Stiftsbesitzes.
    Im Mai 1942 wurde ein Außenlager des KZ Mauthausen für 80 bis 115 Männer, im Mai 1943 eines für 23 Frauen in St. Lambrecht errichtet.

    Zur Erinnerung an das Unrecht, das in dreifacher Weise hier geschehen ist, wurde nun im Stiftshof ein von Georg Planer gestalteter Gedenkstein enthüllt.
    Mit einem Zitat nach der Regel des Hl. Benedikt begründete Abt Otto Strohmaier den zahlreich erschienenen Besuchern die Initiative des Stiftes zur Errichtung dieses Mahnmals: Man wolle sich damit ?dem Vergessen widersetzen? und damit der Wahrheit zum Durchbruch verhelfen, die der Mensch so notwendig habe, um ohne Verdrängung leben zu können. Es gehe dabei nicht um Schuldzuweisung, sondern um die ehrliche Erinnerung an eine Epoche, die eben auch zur Geschichte St. Lambrechts gehöre.
    Vertreter des Mauthausen Komitees Österreichs und der Zeugen Jehovas, aus deren Reihen die Häftlinge des Frauenlagers kamen, dankten in ihren Grußworten für die Errichtung des Gedenksteines, ebenso Bürgermeister Johann Pirer von St. Lambrecht.

    Im Anschluss an die Gedenkfeier im Stiftshof referierte der Grazer Pastoraltheologe Univ. Prof. Dr. Rainer Bucher zum Thema seines jüngst erschienenen Buches ?Hitlers Theologie?, in dem er die theologischen Mechanismen untersucht, mit denen Adolf Hitler sein Projekt des ?Dritten Reiches? zu begründen versucht hatte.

           

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