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Benediktinerstift St. Lambrecht

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    Goldenes Abtjubiläum von Bischof Maximilian Aichern und Goldenes Priesterjubiläum von Pater Heinrich Mayr

    Samstag, 12. Juli 2014, 19.00 Uhr - Festakademie im Prälatensaal des Stiftes St. Lambrecht
    Sonntag, 13. Juli 2014, 10.15 Uhr - Festgottesdienst in der Stiftskirche St. Lambrecht


    Am 27. Mai 1964 wurde der erst 32jährige Maximilian Aichern zum Abtkoadjutor des Stiftes St. Lambrecht gewählt und erhielt am 12. Juli dieses Jahres, die Abtbenediktion. Am 11. Juli 1964 wurde P. Heinrich Mayr im Dom zu Salzburg zum Priester geweiht.

    Mit beiden Jubilaren feierte der Konvent von St. Lambrecht und eine große Zahl von Gläubigen aus nah und fern das Goldene Abtjubiläum und das Goldene Priesterjubiläum.

    Achtsam hörender Seelsorger - vom Dialog getragene Autorität

    Zur Festakademie am Vorabend referierte Prior P. Dr. Johannes Pausch vom Kloster Gut Aich über den Dienst des Abtes als Seelsorger nach der Regel des Heiligen Benedikt. Im Bild des Guten Hirten steht dem Abt Christus selbst als Vorbild und Maßstab vor Augen. In der Sorge um die ihm anvertrauten Menschen ist es dem Abt aufgetragen, zuerst selbst ein Hörender zu sein, d. h. mit großer Aufmerksamkeit und Zuneigung die Seinen zu begleiten und im Bemühen, die Gemeinschaft zusammenzuhalten, Beziehungen herzustellen und für Ausgleich zu sorgen. Autorität als Förderung des Lebens muss alle miteinbeziehen, im Kloster ist es durch den gemeinsamen Rat der Brüder vorgesehen, in den vielfältigen Bereichen der Pastoral durch die Einbeziehung aller Betroffenen in der Vorbereitung und Durchführung wichtiger Entscheidungen geboten. Der Dialog als grundlegende Methode mindert dabei nicht die Autorität eines Oberen sondern verankert sie in der gemeinsamen Beziehung zu Jesus Christus. Alle diese Wesenszüge benediktinisch geprägter Seelsorge hat Maximilian Aichern als Abt von St. Lambrecht und als Bischof von Linz nicht nur gelehrt, sondern vor allem gelebt. Zusammengefasst ist dies in seinem bischöflichen Wahlspruch „Einander in Liebe dienen“, ein Wort aus dem Galaterbrief, das auch der Heiligen Benedikt in der Regel aufgreift.

    Der Generalvikar der Diözese Graz-Seckau, Prälat Dr. Heinrich Schnuderl, überbrachte den Dank von Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari. Maximilian Aichern ist auch als Bischof Abt geblieben, und hat als väterlicher Begleiter und Seelsorger seinen Hirtendienst in der Vielfalt der Spiritualitäten immer zum Wohl der Menschen ausgeübt.




    Jubilar Bischof em. Maximilian Aichern © Schneider


    Menschsein und Christsein aus der Freude des Evangeliums

    Den Festgottesdienst zum „Benediktussonntag“ (Sonntag nach dem Hochfest des Hl. Benedikt am 11. Juli) in der Stiftskirche feierten mit Bischof Maximilian Aichern Äbte, Prioren, Priester und Ordensleute und zahlreiche Gläubige. Zugleich wurde auch das Goldene Priesterjubiläum von P. Heinrich Mayer zelebriert. Der zweite Nachfolger von Maximilian Aichern als Abt von St. Lambrecht, Benedikt Plank, verband den Einsatz beider Jubilare mit dem Sonntagsevangelium von der fruchtbringenden Aussaat des Wortes Gottes. Das Wirken beider ist untrennbar mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der Umsetzung seiner Beschlüsse in Seelsorge, Liturgie und Ordensleben verbunden. P. Heinrich stellte als Pfarrer seine kommunikativen und musikalischen Talente in allen seinen Einsatzbereichen großzügig und mit viel Humor in den Dienst an den ihm anvertrauten Gemeinden. Trotz seiner Krankheit ist er vom Kloster aus nach wie vor mit vielen Menschen in lebendiger Verbindung.



    Generalvikar Dr. Heinrich Schnuderl gratuliert dem Jubilar P. Heinrich Mayr © Schneider


    Mit Maximilian Aichern erhielt das Stift nach den Mühen der Kriegs- und Nachkriegszeit einen jugendlichen Hausvater, der die notwendige Aufbruchsstimmung verkörpert hat und vermitteln konnte. Vieles von dem, was St. Lambrecht als Kloster heute noch ausmacht wurde in seiner 18jährigen Amtszeit als Abt grundgelegt oder vorbereitet: beispielhaft genannt seien die Verjüngung der klösterlichen Gemeinschaft, die Erneuerungen des Klosters im Inneren wie im Äußeren und die zunehmende Öffnung des Hauses in herzlicher Gastfreundschaft. In seinem mittlerweile jahrzehntelangen Wirken in der Diözese Linz hat Bischof Maximilian St. Lambrecht als sein Heimatkloster nie vergessen, sondern vielfältige Beziehungen nach Hause aufrechterhalten.

    Abt Maximilian Neulinger von Lambach dankte Bischof Maximilian namens der Österreichischen Benediktinerkongregation nicht nur für den jahrelangen Dienst als Präses, sondern auch für sein über die Grenzen Österreichs weit hinausgehendes Wirken zugunsten der benediktinischen Familie, gerade auch in den schweren Zeiten während der kommunistischen Regime in den nördlichen und südöstlichen Nachbarländern.



    V. l.: Edmund Wagenhofer (Abtpräses der Slawischen Benediktinerkongregation), Prälat Dr. Heinrich Schnuderl (Generalvikar der Diözese Graz-Seckau), Jubilar Bischof em. Maximilian Aichern, Abt Benedikt Plank (Stift St. Lambrecht). © Schneider


    Namens des Landes Steiermark gratuliere der Erste Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer den beiden Jubilaren und würdigte er im Besonderen die Verdienste von Bischof Maximilian Aichern. Seine Stimme wurde und wird gehört, vor allem, wenn er zugunsten der Würde des Menschen und in Fragen der sozialen Gerechtigkeit Stellung bezieht. Aichern ist ein Brückenbauer zwischen den Menschen und ein authentischer Vermittler des Glaubens in die heutige Zeit, der die Orientierung an klaren Werten so nötig ist und die das Gespür für sozial Schwache nicht verlieren darf.



    V. l.: Edmund Wagenhofer (Abtpräses der Slawischen Benediktinerkongregation), Prälat Dr. Heinrich Schnuderl (Generalvikar der Diözese Graz-Seckau), Jubilar Bischof em. Maximilian Aichern, Abt Benedikt Plank (Stift St. Lambrecht), Abt Maximilian Neulinger (Stift Lambach) und Erster Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (Land Steiermark). © Schneider


    Sowohl am Ende der Festakademie, als auch am Schluss der festlichen Gottesdienstes rief Bischof Maximilian Aichern den Gläubigen zu: „Lasst euch die Freude am Menschsein und die Freude am Christsein nie durch etwas nehmen!“

    Bei der Agape im Kreuzgang des Klosters kam es zu vielen herzlichen Begegnungen und Gratulationen an die beiden Jubilare Bischof Maximilian Aichern und Pater Heinrich Mayr.

           

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