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Vesper

Empfang und Aufbahrung
7. Februar 2026
Feierliches Requiem in Linz
Bischof Maximilian Aichern hat mit Offenheit, Herzlichkeit und Glaubensfreude die Kirche und die Menschen in Oberösterreich geprägt. Nach seinem Ableben am 31. Jänner 2026 im 94. Lebensjahr begann eine Woche der Trauer, des dankbaren Gedenkens und des Abschiednehmens. Die zahlreichen Reaktionen auf Aicherns Tod zeigten, wie viel Wertschätzung er über die Grenzen Oberösterreichs hinaus erfährt. Zahlreiche Menschen strömten am Freitag in den Mariendom, um in der Turmkapelle am offenen Sarg von Bischof Maximilian Aichern persönlich Abschied zu nehmen. Die Betroffenheit und Trauer war vielen anzumerken. Auch am Samstagvormittag vor dem Requiem erwiesen viele Menschen dem Verstorbenen, der seit Freitagabend vor dem Altar aufgebahrt ist, die letzte Ehre.
Danke – dieses Wort ist in praktisch allen Erinnerungen und Gedenkworten zu finden, die in die Kondolenzbücher eingetragen wurden. Dankbarkeit für einen besonderen Menschen, Christen, Ordensmann, Abt und Bischof – das war die Grundstimmung beim feierlichen Requiem am 7. Februar 2026 im Linzer Mariendom. Bischof Manfred Scheuer, der 2003 von Bischof Maximilian zum Bischof von Innsbruck geweiht worden war, stand dem Requiem für den verstorbenen Altbischof vor, das 1.300 Menschen vor Ort mitfeierten. Danke – das war das Grundwort in Bischof Maximilian Aicherns Leben, wie auch Bischof Manfred Scheuer in seiner Predigt betonte: „Bischof Maximilian ist für mich eine Personifizierung von Wertschätzung und Dankbarkeit.“ Danke, dass Gott ihn uns geschenkt hat, dass wir ihn in Oberösterreich „haben“ durften – so lautete der Grundtenor aller Gedenkworte und Ansprachen beim Requiem.
Für die berührende musikalische Gestaltung verantwortlich zeichnete Domkapellmeister Andreas Peterl. Es musizierten der Linzer Domchor und das Orchester der Dommusik sowie als Solist:innen Carina Tybjerg Madsen (Sopran) und Reinhard Mayr (Bass). Die Rudigierorgel spielte Domorganist Gerhard Raab, die Chororgel der emeritierte Domorganist Wolfgang Kreuzhuber, Kantor war der emeritierte Domkapellmeister Josef Habringer. Es erklangen Teile des Requiems von Gabriel Fauré (1845 – 1924) in der Fassung von 1889 (op. 45), außerdem wurden Lieder und Gesänge aus dem Gesangbuch „Gotteslob“ gesungen.
Berührend auch, dass während des Requiems im Dom auch der Himmel ein Zeichen gab: Während der Ansprachen wurde es plötzlich heller im Dom, die Sonne kam durch die Wolken und schien bis zum Ende des Gottesdienstes.
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1.300 Menschen erwiesen dem Verstorbenen im Linzer Mariendom die letzte Ehre.
© Diözese Linz / Johannes Kienberger
„Wir danken Gott, dass er uns Bischof Maximilian geschenkt hat“
Der Sarg von Bischof Maximilian stand während des Gottesdienstes vor dem Altar. Auf dem Sarg lag ein besonderes Evangeliar – jenes vom Besuch von Papst Johannes Paul II. 1988 in Enns-Lorch, in dem sich der Papst auch mit seiner Unterschrift verewigt hat. Neben dem Sarg standen der Bischofsstab und ein Tischchen mit Mitra, Stola, Kelch und Schale, gemeinsam mit einem großen Bild des verstorbenen Altbischofs – dem gleichen charakteristischen Bild, das ihn auch im Andenkenbildchen zeigt.
Am Beginn des Requiems begrüßte Bischof Manfred Scheuer nach einer kurzen Stille alle Mitfeiernden und betonte, auch Papst Leo XIV. sei in dieser Stunde mit der Trauergemeinde verbunden. Der Bischof verlas den Text des Kondolenztelegramms von Kardinal Pietro Parolin, dem Staatssekretär von Papst Leo XIV.:
„Papst Leo XIV. hat davon Kenntnis erhalten, dass Gott, der Herr, seinen Diener Bischof Maximilian Aichern in die Ewigkeit gerufen hat. Der Heilige Vater betet mit Ihnen und den Angehörigen sowie den Gläubigen der Diözese Linz für den heimgegangenen Hirten. Als Ordensmann, Priester, Abt und Bischof war er stets bestrebt, allen in Liebe zu dienen, wie er es sich in seinem bischöflichen Wahlspruch vorgenommen hatte. Möge die selige Jungfrau Maria ihn zum himmlischen Jerusalem geleiten. Seine Heiligkeit erteilt allen, die des verstorbenen Bischofs gedenken, von Herzen den Apostolischen Segen.
In aufrichtiger Anteilnahme
Pietro Kardinal Parolin, Staatssekretär Seiner Heiligkeit“
Bischof Manfred Scheuer stellte eingangs das „Danke“ in den Mittelpunkt der Feier: „‘Danke!‘ Das war ein Grundwort von Bischof Maximilian. Danksagung war in der Eucharistie seine Berufung. Heute danken wir Gott, dass er uns Bischof Maximilian in der Diözese Linz geschenkt hat. Vergelt’s Gott für sein Wirken als Bischof, für sein Zeugnis, für seine Arbeit und auch für sein Gebet. Danken möchte ich allen, die in diesen 44 Jahren mit ihm gearbeitet haben, die ihn begleitet, unterstützt, die mit ihm geglaubt und gebetet haben, die ihn unterstützt und gepflegt haben. Wir vertrauen Bischof Maximilian und uns der Güte Gottes an.“

Der Sarg von Bischof Maximilian stand während des Gottesdienstes vor dem Altar.
© Diözese Linz / Johannes Kienberger
Am Requiem nahmen neben der Schwester von Bischof Maximilian Aichern Edeltraud Frühschütz und ihrer Familie weitere Angehörige und Wegbegleiter:innen von Altbischof Maximilian, Äbte und Mitbrüder aus dem Stift St. Lambrecht, Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft, Mitglieder der Diözesanleitung, die Mitglieder des Linzer Domkapitels, diözesane Mitarbeiter:innen und viele andere Menschen teil, die mit dem Verstorbenen verbunden waren. Über neun Monitore konnte die Feier von allen Plätzen aus gut mitverfolgt werden. Für gehörlose Mitfeiernde wurde der Gottesdienst von Anna Huber und Antonia Brandner in die Österreichische Gebärdensprache gedolmetscht. Wer nicht in den Mariendom kommen konnte, konnte über das Fernsehen mitfeiern: Das Requiem wurde in ORF III live übertragen.

Angehörige und Verwandte des verstorbenen Altbischofs Maximilian Aichern. © Diözese Linz / Hermann Wakolbinger
Konzelebranten waren Erzbischof und Metropolit Josef Grünwidl (Wien), Erzbischof em. Stanislav Hočevar (Belgrad), Bischof Alois Schwarz (St. Pölten) und Bischof Wilhelm Krautwaschl (Graz-Seckau), Bischof em. Klaus Küng (St. Pölten), Weihbischof Anton Leichtfried (St. Pölten), Weihbischof Franz Scharl (Wien), Weihbischof Hansjörg Hofer (Salzburg) und der Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation Johannes Perkmann sowie die Diakone Anton Birngruber und Peter Schwarzenbacher. Der Apostolische Nuntius Pedro López Quintana nahm ebenfalls an der Feier teil. Auch zahlreiche Priester, Diakone und Seelsorger:innen feierten mit liturgischem Gewand von den Bankreihen aus mit. Gekommen waren zahlreiche Äbte und Provinziale aus Oberösterreich und darüber hinaus, Obere und Vertreter:innen von Frauen- und Männerorden sowie von den Ritterorden, Vertreter:innen der Ökumene und des interreligiösen Dialogs.
Auch zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft nahmen am Requiem teil: Landeshauptmann Thomas Stelzer und sein Vorgänger Josef Pühringer, die Ehefrau des kürzlich verstorbenen Alt-Landeshauptmanns Anneliese Ratzenböck, Landesrätin Michaela Langer-Weninger, die Landesräte Markus Achleitner, Stefan Kaineder und Günther Steinkellner, die Landtagspräsidenten a. D. Friedrich Bernhofer und Viktor Sigl, der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer, Landesrat a. D. Franz Hiesl, der Präsident der WKO OÖ a. D. Christoph Leitl, der Präsident der Arbeiterkammer Andreas Stangl, AK-Direktor a. D. Franz Molterer, der ehemalige Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Bundesministerin a. D. Ursula Haubner. Auch Vertreter:innen der oö. Hochschuleinrichtungen und Blaulichtorganisationen waren unter den Mitfeiernden, ebenso wie Christine Huber, Landesobfrau der OÖ. Goldhauben-, Kopftuch- und Hutgruppen.

Vertreter:innen des öffentlichen Lebens nahmen Abschied von Maximilian Aichern. © Diözese Linz / Hermann Wakolbinger
Wegbegleiter:innen als Mitgestalter:innen des Requiems
In die Gestaltung des Requiems waren Personen eingebunden, die mit Bischof Maximilian Aichern ein Stück seines Lebensweges gegangen sind. Die erste Lesung aus dem alttestamentlichen Buch Ezechiel (Ez 34,11-16) vom guten Hirten las Schwester Hanna Jurman, Priorin der Benediktinerinnen von Steinerkirchen und unter Bischof Maximilian Ordinariatskanzlerin der Diözese Linz. Die zweite Lesung aus dem Ersten neutestamentlichen Brief des Apostels Paulus an Timotheus (1 Tim 6, 11-16 – „ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast“) wurde von Andreas Reumayr gelesen, dem langjährigen Sekretär von Bischof Maximilian Aichern. Das Evangelium nach Matthäus (Mt 5,1-12a) von den Seligpreisungen wurde von Diakon Anton Birngruber (Diakon am Mariendom) gesungen.

Schwester Hanna Jurman las die erste Lesung. © Diözese Linz / Hermann Wakolbinger
Bischof Scheuer: „Bischof Maximilian steht für eine Allianz von Solidarität, Würde und Gerechtigkeit“
Bischof Manfred Scheuer erzählte in seiner Predigt, er habe in den letzten Tagen viele Zeichen der Bewunderung und Hochachtung für Bischof Maximilian, ja Liebeserklärungen an den Verstorbenen gehört. „Haben wir ihn gekannt? Diese Frage ist mir nachgegangen, gerade mit den Begegnungen in den letzten Tagen seines Lebens“, so Scheuer. Er selbst habe Aichern einmal anlässlich eines Weihejubiläums das Charisma der Unaufgeregtheit attestiert. „Aber sein Leben war nicht so unaufgeregt, nicht so geordnet und ruhig, wie es nach außen hin erschien. Wer kennt seine Ängste vor dem Alleinsein und Im-Stich-gelassen-Werden, seine Kindheitstraumata bei der Bombardierung seines Elternhauses, seine Verletzungen? Das Leben von Bischof Maximilian war auch von der Kirchenentwicklung her viel dramatischer, als es der Grundmelodie in der Regel des hl. Benedikt entspricht.“
In der Dramatik seines Lebens und der Kirche habe Maximilian Aichern Freude und Zuversicht ausgestrahlt. „Das Wort ‚Lasst euch die Freude am Leben und am Glauben, am Menschsein und Christsein nicht nehmen‘ war keine naive Schönfärberei oder Beschwörungsformel. Seine Freundlichkeit hat gutgetan.“ Dennoch hätten die Ablehnung und Gegnerschaft, die Denunziationen, die Querschüsse, die massiven Spannungen auch körperlichen Niederschlag gefunden. Trotz allem sei Danke sein Grundwort gewesen – „bis zuletzt und sehr deutlich in seinem Testament. In allem, trotz allem hat er das Gute nicht vergessen, das Gott an ihm getan hat“, so Bischof Scheuer. „Bischof Maximilian ist für mich eine Personifizierung von Wertschätzung und Dankbarkeit.“
Scheuer erinnert an die Bischofsweihe von Maximilian Aichern am 17. Jänner 1982 im – damals noch kälteren – Mariendom. „Bei seiner Ansprache hat er sich mit Abraham verglichen, der von Gott aufgefordert wird, in ein fremdes Land zu ziehen – das war für ihn Oberösterreich bzw. die Diözese Linz. Linz war für ihn alles andere als eine ‚gmahte Wiesn‘.“ Das Bischofsamt in Linz sei „eine harte Knochenarbeit“ gewesen, die Aichern manchmal an den Rand seiner physischen und psychischen Kräfte gebracht habe. Nach Oberösterreich gekommen sei er mit Grundvertrauen, unkompliziert, offen und herzlich, und bald habe er nicht mehr weggewollt. Heimat sei für Aichern immer ein Thema gewesen; noch zwei Tage vor seinem Sterben habe er um „um den Segen für unsere Heimat“ gebetet. Insofern sei es „eine gewisse Überraschung und auch eine Botschaft“ gewesen, als Bischof Maximilian vor zwei Jahren mit der Übergabe seines Testaments mitgeteilt habe, dass er „daheim“ in St. Lambrecht begraben werden wolle. „Bei aller Nähe gab es auch eine Distanz, bei aller Beheimatung in Linz ein Gefühl der Fremde, die Erfahrung einer letzten Einsamkeit, die mit dem benediktinischen monachus, dem Mönch zusammenhängt, aber auch auf eine existentielle Einsamkeit verweist“, so Scheuers Deutung.
Viele würden über Maximilian Aichern sagen, er sei auch im Bischofsamt ein Mensch geblieben, meinte Scheuer. „Bischof Maximilian stand für die Kirche und bekam positiv und auch negativ viel davon ab, was nicht ihm persönlich gehörte. Bischof Maximilian war auch die Projektionsfläche für Erwartungen und Idealisierungen von Kirche, was Menschlichkeit anlangt, auch für Enttäuschungen und Aggressionen. Bischof Maximilian ist die Ikone und auch der Sündenbock des ‚Linzer Weges‘“. Bischof Maximilian musste nach einem „Wir“ suchen, leben und Entscheidungen zu treffen in Zusammenhängen, wo Einzelne und Gruppen sich ausschließlich von Autonomie her bestimmt hätten, so Scheuer. Er habe das Bischofsamt in einer Konfliktgesellschaft, in vielfältigen Polarisierungen zu realisieren gehabt. „Bischof Maximilian steht für eine Allianz von Solidarität, Würde und Gerechtigkeit. Für die Sozialverträglichkeitsprüfung hat er sich ebenso eingesetzt wie für die Umweltverträglichkeit auf europäischer Ebene. Bischof Maximilian lebte Kontakte über sehr viele Grenzen hinweg, national und international, und das mit einer großen Nachhaltigkeit“, so Scheuer, der dem Verstorbenen „eine wache und aufmerksame Zeitgenossenschaft“ attestierte.
Manfred Scheuer betonte, Bischof Maximilian habe das Leben von ihm, Scheuer, und vieler Menschen mitgeprägt: durch Entscheidungen, Ermutigung, Förderung und Weichenstellungen. „Er konnte es nicht allen recht machen und seine Entscheidungen waren oft mit einer Wahl verbunden, die anderen weh getan hat. Wir bitten heute für Bischof Maximilian um Heilung von Verletzungen, die ihm in der Kirche von Oberösterreich zugefügt wurden. Sein Sterben ist mit der Bitte um eine Heilung der Erinnerung für die Kirche in den vergangenen 44 Jahren verbunden.“ Der Tod sei nicht schon die Vollendung, die Fülle des Lebens. „Im Gegenteil: Da wird uns noch einmal alles weggenommen, ja unser Leben zerbricht. Wir vertrauen Bischof Maximilian der Liebe Gottes an.“
Predigt von Bischof Manfred Scheuer zum Nachlesen

Ehrliche Predigtworte von Bischof Manfred Scheuer. © Diözese Linz / Hermann Wakolbinger
Nach der Predigt sang die Feiergemeinde gemeinsam das Lied „Ubi caritas et amor, Deus ibi est“. „Wo Güte ist und Liebe, dort ist Gott“. Mit diesem Ruf wurde zum Ausdruck gebracht, was für Bischof Maximilian wesentlich war: ein Dienen in Liebe, wie er es auch in seinem bischöflichen Wahlspruch formuliert hat (In caritate servire – in Liebe dienen).
Herzensanliegen des Verstorbenen
Die Personen, die die Fürbitten vortrugen, brachten einige der vielen Bereiche und Themen zur Sprache, die Bischof Maximilian am Herzen lagen: die Verkündigung des Evangeliums und die Weitergabe des Glaubens, die Mitverantwortung aller Getauften für die Kirche – ob haupt- oder ehrenamtlich –, ein Miteinander in Einheit und die Verbundenheit mit den Ortskirchen weltweit, sonders in Ost- und Südosteuropa, der Einsatz für Arme und Benachteiligte, für faire Arbeitsbedingungen, den arbeitsfreien Sonntag, für gerechte Entlohnung und sozialen Ausgleich.

Sigried Spindlbeck, Projektleiterin des Osthilfefonds, las eine Fürbitte. © Diözese Linz / Hermann Wakolbinger
Bei der Gabenbereitung brachten ausgewählte Personen – u. a. Verwandte und Wegbegleiter:innen von Bischof Maximilian Aichern – die Gaben Brot und Wein zum Altar.
Die Spenden, die von den Mitfeiernden bei der Gabenbereitung gegeben wurden, kommen dem Fonds zur Finanzierung pastoraler Projekte in Mittel- und Osteuropa (Osthilfefonds) zugute. Der Osthilfefonds wurde von Bischof Maximilian Aichern 1996 gegründet und unterstützt in Weißrussland/Belarus (Erzdiözese Minsk-Mogiljew, Diözesen Grodno, Pinsk und Witebsk), Rumänien (Erzdiözese Alba Iulia), Bosnien-Herzegowina (Diözese Mostar-Duvno) sowie in anderen Regionen Ost- und Mitteleuropas Projekte, die das kirchliche Leben fördern und den Einsatz der Kirche in den Bereichen Bildung, Soziales und Menschenrechte stärken. Bischof Maximilian unternahm zahlreiche Solidaritätsbesuche und hielt bis zuletzt Kontakt zu den Partnerdiözesen. Die Spenden aus der Kollekte werden daher für die Unterstützung dieser Hilfsprojekte verwendet. (Infos: Osthilfefonds der Diözese Linz)

Gabenprozession, im Bild Hildegard Rattan, Haushälterin und Betreuerin von Bischof Maximilian.
© Diözese Linz / Hermann Wakolbinger
Berührende Gedenkworte aus Politik, Ökumene und Diözese
Die Gedenkworte sprachen Landeshauptmann Thomas Stelzer, Superintendent Gerold Lehner von der Evangelischen Kirche A. B. in Oberösterreich und Brigitte Gruber-Aichberger, Geschäftsführende Vorsitzende des Pastoralrats der Diözese Linz. Im Zentrum ihrer Worte standen Dank und Wertschätzung für einen Menschen im Vordergrund, der die Kirche und das Land Oberösterreich geprägt hat: als Sozialbischof, als Mahner, als Förderer von Laien und Frauen, als Bischof, der eine Ökumene auf Augenhöhe lebte.
Zum Artikel: Berührende Gedenkworte aus Politik, Ökumene und Diözese
Verabschiedung des Verstorbenen und Übergabe an seine Mitbrüder
Am Ende des Gottesdienstes nahmen Bischof Manfred Scheuer, der Abt von St. Lambrecht Alfred Eichmann, Mitbrüder aus dem Konvent und Mitglieder des Domkapitels Aufstellung vor dem Sarg. Nach einem stillen Gedenken und Gebeten spendete Bischof Manfred Scheuer den bischöflichen Segen. Danach kündigte er an: „Wir übergeben jetzt den Sarg von Bischof Maximilian an den Abt und die Mitbrüder von St. Lambrecht, die ihn am Montag zu Grabe tragen werden in der Hoffnung auf die Auferstehung.“ Bischof em. Maximilian Aichern wird auf eigenen Wunsch am Montag, 9. Februar in der Äbtegruft der Stiftskirche von St. Lambrecht beigesetzt.
Bischof Manfred Scheuer besprengte den Sarg mit Weihwasser und inzensierte ihn mit Weihrauch. Danach wurde der Sarg des verstorbenen Bischofs Maximilian Aichern in einer Prozession, die von Bischof Scheuer und Abt Eichmann angeführt wurde, durch das Hauptschiff des Mariendoms zum Hauptportal geleitet. Ganz vorne ging Thomas Hintersteiner, Zeremoniär von Bischof Maximilian, mit dem Bischofsstab. Begleitet wurde die Prozession vom Geläut der Domglocken und mit dem Gesang „In paradisum – zum Paradies mögen Engel dich geleiten“. Das Requiem endete mit einem gemeinsam gesungenen Gruß an die Gottesmutter Maria, mit dem „Salve Regina“.

In einer Prozession wurde der Sarg zum Hauptportal gebracht. Der Zeremoniär von Bischof Maximilian Thomas Hintersteiner ging mit dem Stab voraus. © Diözese Linz / Johannes Kienberger



